Wer wir sind

Michael

Avatarbild von MichaelMit dem Zocken hab ich 1982 angefangen. Eins meiner ersten Spiele war Pacman oder Donkey Kong auf dem Atari 2600. Auf ein bestimmtes Genre hatte ich mich damals noch nicht festgelegt. Alle Spiele waren cool, also wurden alle gespielt *g*. So kam es, dass ich heute auf eine schier unglaublich große Liste an gespielte Games zurückblicken kann. Wer dahingehend gerne mal mit mir in Nostalgie schwelgen möchte, braucht mich nur anzuschreiben :).

Als Spielegerät folgte recht schnell der (Brotkasten) C64. Damals noch mit Datasette, also (Musik-)Kassetten als Speichermedium. Obwohl sehr umständlich zu bedienen, blühte meine Leidenschaft für das Zocken jetzt erst so richtig auf. Diese Leidenschaft gipfelte mit dem Kauf eines Amiga 500 im Jahre 1990. Für mich wird diese Zeit immer als die kultigste Zockerzeit in Erinnerung bleiben. Man war jung, hatte viel Zeit und konnte dementsprechend viel zocken. Durch den Umstand, dass sehr viele meiner Freunde ebenfalls einen Amiga besaßen, hörte der Zufluss an neuen Spiele niemals auf. So zockten wir gemeinsam regelmäßig die Nächte durch und hatten unseren Spaß. Und obwohl im Laufe der Zeit ein i386 SX 20Mhz mit 2 MB Ram (1992) dazu kamen, war der Amiga noch eine ganze Weile meine erste Wahl.

Nachdem ich Multiplayer jahrelang nur durch Lan-Verbindungen kannte, und ausgiebig nutzte, machte ich mit Diablo schließlich 1996 meine ersten Erfahrungen im Online-Zocken. Das gestaltete sich allerdings mit einem 28,8k Modem und AOL als Provider als äußerst zäh. Spaß gemacht hat es dennoch… irgendwie.

Der Höhepunkt meiner Online-Tätigkeit bildete das Spiel Counter Strike, welches ich ab Ende 2000 sehr ausgiebig semi-professionell spielte. Kein anderes Spiel beanspruchte annähernd so viel von meiner Zeit wie dieses. Nachdem ich es jahrelang erfolgreich spielte, war aber im Mai 2007 dann endgültig Schluss für mich. Das gestiegene Alter und die bereits erfolgte Familiengründung hinderten mich daran weiterhin Topleistungen abrufen zu können. Von da an widmete ich meine Zeit, bis auf einer nicht lang anhaltenden Ausnahme namens Team Fortress 2 , lieber wieder vermehrt den Singleplayer-Spielen, die in den letzten Jahren so schwer vernachlässigt wurden.

Das Meiden von Multiplayer Spielen hält sich schließlich bis heute. Einzig Coop-Spiele werden von mir noch Online konsumiert. Ich denke auch nicht, dass sich dies jemals wieder ändern wird, da ich narrative Erzählungen dem wettkämpferischen Vergleich vorziehe.

Generell hat sich mein Spielverhalten weg vom PC hin zur Couch und den Konsolen verlagert. Den Anfang machte hier die XBox360, welche ich mir im Frühjahr 2006, aufgrund des Drucks von Petros, kaufte und mich derart überzeugte, dass ich nicht mehr zurück zum PC wollte. So folgten mit der Playstation 4 und Nintendo WiiU zwei weitere Konsolen. Der Hauptgrund für den Wechsel ins Konsolenlager ist mein Missfallen ein Spiel am Schreibtisch mit Maus und Tastatur spielen zu müssen.

Das hindert mich jedoch nicht daran, dennoch laufend über Kickstarter neue Spiele zu kaufen, die meist nur für den PC erscheinen. Steam Link ermöglicht mir in diesem Fall zumindest ein Teil dieser Spiele dann doch in meiner gewohnten Couch-Umgebung genießen zu können.

Dank Kickstarter erleben Nostalgie Fans, wie ich es bin, ihren zweiten Frühling. Viele der alten Klassiker werden neu aufgesetzt oder bekommen einen Nachfolger. Für mich die größte Änderung der Spielebranche seit der Einführung von Steam, von 3D-Grafikkarten und davor der CD.

Überhaupt ist inzwischen Retro im Mainstream angekommen, weshalb der Markt förmlich überflutet wird mit neuen Spiele im alten Look oder alte Spiele im neuen Look. Mir kann es recht sein. Und sollte ein lieb gewonnener Klassiker dann doch noch nicht neu umgesetzt worden sein, behelfe ich mich eben mit meinen Emulatoren (Amiga, SNES, MAME, Mega Drive und ScummVM), die ich ebenfalls sehr gerne am großen TV spiele.

Zu meinen All-Time Lieblingsspielen gehören Witcher 3, Gothic 2, Day of the Tentacle, Monkey Island 3, Sam & Max (1993), Counter Strike 1.6, Baldurs Gate 2, Divinity Original Sin 2, Psychonauts, Fallout 3, Knights of the Old Republic, X-Com 2 (2016), Battle Isle, Thimbleweed Park, Diablo, Command & Conquer und Metro Exodus.

Meine liebsten Spielehelden sind Guybrush Treepwood und Geralt von Riva.

Petros

Das Videospiele einen großen Bereich in meinem Leben einnehmen werden, wurde mir schon relativ schnell klar. Mit einer meiner ersten Erinnerungen in meinen ersten Lebensjahren war Space Invaders auf dem Atari 2600. Alleine das ich da was steuern konnte und Einfluss auf die Bilder auf dem Fernseher hatte, war für mich einfach überwältigend und vereinnahmte mich völlig. Da meine Eltern, unverständlicherweise, mein Begeisterung nicht teilten, war enorme Überzeugungsarbeit meinerseits nötig. Ich nervte Sie einfach täglich über mehrere Wochen bis ich zu Weihnachten 1984 ein Atari 2600 mitsamt Pacman und Dschungelboy (ein Pitfall Klon, Quelle Katalog Fans wissen Bescheid) bekam. Ich hatte eine gute Zeit, auch wenn ich heute die Spiele selbst mit der rosaroten Brille maximal 10 min spielen kann (ok ein paar Ausnahmen gibt es schon).

Danach kam meine kurze aber sehr intensive Homecomputer Zeit mit dem Commodore C64. Da ich meinen Eltern erzählte, das so ein Homecomputer mir bei den Hausaufgaben helfen kann, war die Überzeugungsarbeit diesmal nicht so aufwendig. Sie bereuten es bitterlich, den außer dem abspielen meiner Sicherheitskopien war eher wenig Hausaufgaben Action am Start.

Das rächte sich natürlich postwendend den die „Homecomputer für die Schule“ Karte konnte man leider nur einmal ausspielen, was bedeutete, dass ein Amiga oder ein Atari ST unerreichbar waren.

So schielte ich auf die frechen neuen 16 Bit Konsolen die weitaus erschwinglicher waren und technisch trotzdem richtig viel auf dem Kasten hatten. Die PC-Engine konnte man bei dem Importhändler meines Vertrauen Probespielen und war mein Favorit, aber das Mega Drive war am Horizont zu erkennen und Sega fand ich durch das Master System eh schon cool. Also entschied ich mich nach langem Ringen mit mir selbst doch für das Mega Drive und meine erste große Liebe begann. Da ich großer Fan von Shoot’em ups und Plattformern war, hatte ich dank Blast Processing unglaublich viel Spaß mit dem Mega Drive.

Die 3D Ära begann und natürlich musste ein neue Konsole her. Obwohl ich den Sega Saturn sehr sympathisch fand, konnte man an der Playstation einfach nicht mehr vorbeikommen. Die schiere Masse an unglaublich guten Spielen, konnte man einfach nicht ignorieren.

Anfang 2000 fing ich dann endlich an auch eigenes Geld zu verdienen und ab diesem Zeitpunkt habe ich, außer die WiiU, jegliche Konsole meistens Day One gekauft. Auch wenn meine Begeisterung für Videospiele durch Job und Familie etwas gelitten hat, kann ich mich für frische Spielideen immer noch wie ein Kind freuen, während mich der 500ste Open World AAA Titel dann doch eher kalt lässt. Den Großteil meiner geringen Freizeit nutze ich trotzdem fürs zocken und bin für jeden kurzen knackigen Titel froh.